Weihnachten,
das Kommen des göttlichen Kinds
Der Sohn Gottes ist gekommen.
Der Sohn Gottes ist Mensch geworden wie wir. Das Feiern wir an Weihnachten.
Wenn wir die Weihnachtsgeschichte
bei Lukas lesen, dann scheinen Teile seines Berichts nicht zu einem
so großartigen Ereignis zu passen. Er berichtet uns, dass Jesus
in eine Krippe gelegt werden musste, weil in der Herberge kein Platz
mehr war. Gibt es einen unerwarteteren Platz für den neugeborenen
Gottessohn als eine Krippe? Christus ist nicht nur Mensch geworden sondern
er ist dies in einer ärmlichen Umgebung geworden.
Der ewige Sohn Gottes lässt
sich als hilfloses Kind in die Krippe legen. Er der in Macht und Herrlichkeit
kommen könnte. Das ist ein schwer verständliches Geheimnis.
Uns geht es meist darum aus der Armut und aus der Schwäche herauszukommen.
Christus nimmt gerade dies auf sich. Er ist uns in der Schwäche
und in der Armut nahe.
Mit seiner Armut und seiner
Schwäche stellt Jesus uns in Frage. Wenn er sich für die Armut
entschieden hat, dann kann auch für uns Macht und Reichtum nicht
an erster Stelle stehen. Wenn Christus dies alles auf sich nimmt, dann
dürfen auch wir das wagen. Er hat es uns vorgemacht. Er der Sohn
Gottes. Er der wahre Mensch. Er unser Retter. Wenn er freiwillig schwach
und hilflos wurde, dann können auch wir unsere Schwäche und
Hilflosigkeit ertragen. Wir müssen nicht daran verzweifeln. Er
macht es uns vor.